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KI-Betrugserkennung B2B-E-Commerce · Europa

Betrugserkennung & Kreditlimit-Optimierung

Ein Programm in drei Phasen für einen B2B-E-Commerce-Anbieter: zersplitterte, regelbasierte Betrugserkennung durch ML-Scoring ersetzen, mit intelligenten Kreditlimits den Umsatz wertvoller Kunden freisetzen und schließlich die verbliebene Prüfqueue mit einem Multi-Agenten-System abarbeiten.

25,8 Mio. €
Umsatz geschützt
48 %
weniger manuelle Prüfungen
3
Phasen umgesetzt
12
europäische Märkte

Ausgangslage

Ein großer europäischer B2B-E-Commerce-Anbieter steigerte sein Transaktionsvolumen in 12 Märkten. Die Betrugserkennung war Land für Land entstanden – jeder Markt hatte eigene Regeln, geschrieben von dem Analysten oder Engineer, der das Thema vor Ort gerade verantwortete. Es gab keine gemeinsame Logik, keinen einheitlichen Standard und keine systematische Prüfung, ob eine Regel überhaupt noch etwas brachte. Die Regelwerke waren so groß geworden, dass sich die Wirkung einzelner Regeln praktisch nicht mehr überwachen ließ.

Auch die Kreditlimits folgten diesem regelbasierten Ansatz – grobe Schwellenwerte, die eine wirklich riskante Bestellung nicht von einer großen Bestellung eines verlässlichen Kunden unterscheiden konnten. Das Ergebnis: Das System markierte zu viele legitime Transaktionen und schützte trotzdem nicht zuverlässig vor echtem Betrug.

Die Herausforderung

Das Regelwerk schickte über 20 % aller Bestellungen in die manuelle Prüfung – mehr, als das Operations-Team dauerhaft bewältigen konnte. Der Rückstau verzögerte Auftragsabwicklung und Versand und verschlechterte das Einkaufserlebnis für Kunden, die in den meisten Fällen völlig legitim bestellt hatten.

Das zweite Problem lag noch vor dem Betrug: Dieselbe vorsichtige Risikologik setzte die Kreditlimits für wertvolle Kunden zu niedrig an. Gerade diese Käufer – das wirtschaftlich wichtigste Segment – konnten nicht in den gewünschten Mengen bestellen oder wanderten ganz ab. Das Unternehmen verlor Umsatz nicht durch Betrug, sondern durch zu viel Vorsicht.

Unser Vorgehen

Zwei Phasen – erst der operative Engpass, dann der Umsatz.

01
Phase 1
ML-Betrugserkennung

Wir haben die zersplitterten Länder-Regelwerke durch ein einheitliches ML-System zur Betrugserkennung ersetzt, das in allen 12 Märkten gleich arbeitet. Jede Bestellung wird beim Eingang bewertet: Eindeutig legitime Transaktionen laufen automatisch durch, nur wirklich auffällige erreichen das Prüfteam.

Ergebnis: Das manuelle Prüfvolumen sank um 48 % – der Rückstau, der die Auslieferung verzögert und legitime Kunden verärgert hatte, war abgebaut.
02
Phase 2
Kreditlimit-Optimierung

Nachdem der Prüfrückstau abgebaut war, ging es um den gebremsten Umsatz. Das regelbasierte Kreditmodell wurde durch eines ersetzt, das einen wertvollen Kunden mit geringem Risiko von einer wirklich riskanten Bestellung unterscheidet – was starre Schwellenwerte nicht leisten können.

Ergebnis: Wertvolle Kunden erhielten Limits, die ihrem tatsächlichen Profil entsprachen – die Hürde, die ihr Bestellvolumen gedrückt hatte, war weg.
03
Phase 3
Agentische Prüfautomatisierung

Die verbliebene manuelle Prüfqueue – Bestellungen, die das ML-Modell als unsicher einstufte – blieb ein menschlicher Engpass. In Phase 3 haben wir ein Multi-Agenten-System eingeführt, das diese Queue selbstständig abarbeitet. Jede markierte Bestellung wird von abgestimmt arbeitenden KI-Agenten untersucht: Sie sammeln Kontext, bewerten die Signale und treffen eine Entscheidung. An einen Menschen geht ein Fall nur, wenn er es wirklich erfordert.

Ergebnis: Die manuelle Prüfquote sank auf einen Bruchteil des Ausgangswerts – Bestellungen werden schneller abgewickelt, Lieferzeiten sind kürzer, und das Operations-Team ist von Routinefällen vollständig entlastet.

Ergebnisse

25,8 Mio. €
Umsatz geschützt
48 %
weniger manuelle Prüfungen
12
europäische Märkte
Freigesetzt
Umsatz wertvoller Kunden

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